Landtagsabgeordneter Gerhard Wägemann auf Informationsfahrt mit dem Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Südafrika
Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Bayerischen Landtags besuchte im März die südafrikanischen Provinzen Westkap, die bayerische Partnerprovinz ist, und Gauteng (hier befindet sich die Metropolregion Johannesburg) im Rahmen einer Informationsreise.
Bayern hat im Jahr 2008 Waren und Dienstleistungen im Wert von ca. 1,2 Milliarden Euro nach Südafrika exportiert, viele namhafte Unternehmen unterhalten hier Dependancen.
Zwischen der Europäischen Union und Südafrika besteht ein Handels- und Entwicklungsabkommen, ein Wirtschaftspartner-schaftabkommen ist in Vorbereitung. Staatskanzleichef Siegfried Schneider plant, in Südafrika wichtige Kooperationsvorhaben für den Bayerischen Mittelstand anzustoßen, neben dem Agrarsektor etwa in den Bereichen Hochtechnologie und erneuerbare Energien. Deutsche Lebensmittel-Produkte wie Fisch, Süßwaren, Backwaren und Kaffee sind auf dem südafrikanischen Markt vertreten und finden von hier aus auch den Weg in die Nachbarländer, die teilweise von denselben Lebensmittelketten versorgt werden..
In Südafrika können 83 Prozent der Gesamtfläche des Landes für landwirtschaftliche Produktion genutzt werden, aber nur 16 Prozent sind gut dafür geeignet. Wie die Abgeordneten in Gesprächen mit dortigen Amtsträgern erfuhren, herrscht im Gegensatz zum Agrarmarkt in Europa hier vollkommen freie Marktwirtschaft ohne jegliche Zahlung von Subventionen. Dennoch gelingt es Südafrika nicht, einen Versorgungsgrad der eigenen Bevölkerung von 100 Prozent zu erreichen und ist auf Agrarimporte angewiesen. Der Agrarsektor ist ein Wachstumssektor nicht zuletzt aufgrund von Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr um ca. 14 Prozent (brutto)!.Die Agrarproduktion in Südafrika teilt sich zur Hälfte in tierische Produktion und zu je einem Viertel in Ackerbau (hauptsächlich Mais) sowie Anbau von Obst (wichtigstes Exportprodukt, ca. 4,5 Millionen Tonnen) und Gemüse auf. Die Produktion von Wein spielt ebenfalls eine wichtige Rolle mit etwa 257.000 indirekt oder direkt beschäftigten Menschen.
Zu den Fotos: zu sehen sind das Eingangsschild der deutschen Botschaft, das Botschaftsgebäude, der Vorsitzende des Agrarausschusses Albert Füracker und der Deutsche Botschafter Dieter W. Haller links neben Gerhard Wägemann beim politischen Briefing, Herr Blessing Mhela (Chief Land Claims Commissioner) neben Gerhard Wägemann und Frau Sharmla Govender-van-Wyk (Policy Analyst, beide vom Ministerium für ländliche Entwicklung und Landreform. Als Vorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes besuchte Gerhard Wägemann das Soccer-City-Stadion in Johannesburg, in dem das Eröffnungs- und Endspiel der MW 2010 stattfinden werden. Es fasst 95.000 Zuschauer! Anschließend fand ein Besuch bei Pfarrer Hippler statt, der das Projekt "Hope", eine HIV-Tagesklinik betreut. Das Parlament der Provinz Westkap entspricht in etwa dem Bayerischen Landtag. Es folgte die Besichtigung eines Weinbaubetriebes "Weingut Blaauwklippen" und man sieht Arbeiter bei der Ernte. Die letzten beiden Fotos zeigen Versuchsflächen für ein Aufforstungsprojekt in Zusammenarbeit mit der TU München-Weihenstephan und der Uni Stellenbosch zum Thema Klimawandel und Baumwachstum "precision forestry" unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Seifert.
Die letzten drei Fotos zeigen Gerhard Wägemann zusammen mit angehenden Fussballstars aus dem Profekt "Youth Development through Football" im Township Mamelodi/Pretotia, Gerhard Wägemann zusammen mit Sebastian Meyer aus Dittenheim, die sich zufällig vor dem Soccer City Stadion in Johannesburg trafen (arbeitet als Bierbrauer in Namibia, flankiert von zwei Kollegen von Herrn Meyer) und Gerhard Wägemann im Fußballtrikot des Bayerischen Landtags, bei einem kurzen Street Soccer Spiel.




















